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FAQ zu Spam Woher kommt der Name Spam? Wer kann Spam empfangen? Wie kann man sich rechtlich davor schützen? Diese und viele andere Fragen beantworten wir in unserer FAQ-Sammlung.
Woher kommt der Name Spam? Zunächst ist SPAM ein Markenname für gewürztes Dosenfleisch der amerikanischen Firma Hormel Foods. Der Name stammt von "spiced pork and ham". Bekannt ist der Begriff auch durch seine Verwendung in einem Restaurant-Sketch von Monty Python's Flying Circus. In diesem Sketch machen ständig wiederkehrende Lobeshymnen eines Wikinger-Chors ("Lovely Spam! Wonderful Spam") jegliche Unterhaltung unmöglich - genau so wie Spam die E-Mail-Kommunikation erschwert.
Wer kann Spam empfangen? Jeder Internetbenutzer kann Spam empfangen. Selbst wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse nicht in Webformularen, Newsgroups, bei Produktanfragen oder anderweitig im Internet veröffentlicht haben, sind Sie vor Werbemails nicht gefeit. So sind viele Adressen von den Computerprogrammen der Spammer einfach erraten worden. Sind Sie erst einmal ins Visier eines Spammers geraten, dauert es aufgrund weltweit kursierender Spam-Listen nicht lange, bis Sie auch von anderen Absendern lästige Post bekommen.
Seit kurzem gibt es auch Untersuchungen darüber, wie man am ehesten Opfer von Spam werden kann. Laut einer Studie von "Stiftung Warentest", veröffentlicht in der Ausgabe 8/2003, sind vor allem folgende Gruppen von Internetnutzern von Spam betroffen: Besucher von Newsgroups, die auf den "schwarzen Brettern" des Internets ihre E-Mail-Adresse hinterlassen sowie Besitzer von Homepages, die ihre Seiten mit gut besuchten Websites verlinkt haben. Relativ geringes Risiko gehen hingegen Nutzer ein, die mit großen kommerziellen deutschen Internetanbietern zum Beispiel über die Bestellung von Newslettern E-Mail-Kontakt haben.
Warum können Werbemails gefährlich sein? Häufig werden Computer-Viren, E-Mail-Würmer und Dialer als Werbung getarnt übertragen. Als Dialer versteht man Programme, die sich ein Nutzer meist unbemerkt als Standverbindung zum Internet auf seinem Rechner herunterlädt und dabei regelmäßig eine teure 0190-Nummer nutzt.
Was ist POP3 bzw. Imap? Das "Post Office Protocol" (POP3) ist ein älterer E-Mail-Standard. Bei diesem Protokoll kopiert der User die Nachrichten auf den lokalen Rechner und löscht in der Regel bei erfolgreicher Übertragung die entsprechende E-Mail auf dem Server. Die Dienst "Internet Mail Access Protokoll" (IMAP) ist ein neuerer E-Mail-Standard, durch den die Verwaltung der persönlichen Nachrichten auf dem Server des Providers erfolgt. Der Zugriff auf Nachrichten ist dadurch standortunabhängig, aber auch langsamer als bei POP3, da die Nachrichten auf dem Server und nicht auf dem Rechner liegen.
Fördert Spam die Wirtschaft? Von den Versendern von Werbemails ist oft zu hören, sie würden lediglich Werbung mit anderen Mitteln betreiben und dadurch die Wirtschaft ankurbeln. Dieses Argument läßt sich schnell wiederlegen. Die Kosten für den Download von Spam allein im Jahr 2003 werden auf über 12 Milliarden Euro geschätzt. Noch größer wird der Schaden, wenn man das Geld für die Entwicklung und den Betrieb von Schutzsystemen hinzurechnet.
Warum ist es so schwer, Spammer zu identifizieren? Die meisten Spammer verschleiern ihre Herkunft. So verwenden sie häufig die Namen gängiger Domains, tatsächlich aber verschicken sie ihre Spams von ganz anderen Orten, zum Beispiel über einen Server in Fernost. Wenn Sie herausfinden wollen, von wo die Spammail abgeschickt wurde, empfiehlt sich die Analyse des Mailheaders. Unter www.antispam.de bekommen Sie Tipps, wie man dabei vorgehen muss.
Ist die Zusendung unverlangter Werbung per E-Mail gestattet? Nein, nach derzeitigem Recht ist dies in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt, ganz egal, an wie viel Personen oder zu welchem Zweck die Werbung versandt wurde. Werbung darf per E-Mail nur dann verschickt werden, wenn der Empfänger den Absender darum gebeten hat oder in sonstiger Weise in die Zusendung der Werbung ausdrücklich eingewilligt hat. Strafbar ist das Versenden aber nicht. Strafrechtlich relevant sind nur Inhalte wie Betrug oder die Verbreitung von Pornografie.
Wie kann gegen den Spammer rechtlich vorgegangen werden? Betroffene haben einen Unterlassungsanspruch. Der Anspruch kann per Abmahnung oder gerichtlich geltend gemacht werden. Die Abmahnung verpflichtet den Spammer in Form einer so genannten strafbewehrten Unterlassungserklärung, ein ganz bestimmtes Tun künftig zu unterlassen. Hierzu wird dem Spammer eine kurze Frist eingeräumt.
Die Erfolgschancen solch eines Vorgehens sind jedoch nicht sehr hoch. Rechtliche Schritte können nämlich nur dann unternommen werden, wenn der Verantwortliche für Spam zweifelsfrei identifiziert worden ist. Sprich: Es muss der vollständige Name bzw. die Firma mit vollständiger Adresse bekannt sein. Dies ist aber nur selten der Fall.
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